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Donnerstag, 26. Januar 2017

63˚ 30.890 S, 51˚ 38.201 W

Ach ja. Der Nebel steht bis an die Schiffswand und ich sitze im Arbeitszimmer und schreibe Beitragstexte. Gestern lief tatsächlich auch mal wieder einer, nämlich darüber, was Julia und Rafa so machen. Das Ganze kann man nachhören im Netz bei rbb Inforadio:



Ansonsten steigt die Spannung, ob Samstag die Polartaufe stattfinden wird und was uns da alles schönes droht...

Kurz vorm Schlafengehen ist es noch mal ein bisschen schön.


Mittwoch, 25. Januar 2017

63˚ 43.818 S, 50˚ 53.670 W

In Ermangelung spannender Aussichten und auf Wunsch eines einzelnen Herren, hat sich Steffi mal wieder auf Augenjagd begeben und kam mit ein paar hübschen Trophäen zurück!



...und auch das geheime Superprojekt ging weiter. Langsam muss es auch fertig werden. Morgen in einer Woche legen wir in Chile an! 



Ich muss mit der Schiffsleitung mal abquatschen, ob ich überhaupt auflösen darf, worum es da geht. Es ist etwas aus der Kategorie "What happens on the ship, stays on the ship!" 

Dienstag, 24. Januar 2017

64˚ 4.038 S, 48˚ 22.362 W

Ein weiterer Arbeitstag vor dem Computer.

Eine gesunde Sitzposition.

Eigentlich könnte ich hier schon aufhören.

Und wieder gerade biegen!

Obwohl, ein bisschen mehr habe ich schon gemacht. Ich habe neben dem Schreiben von Beitragskonzepten auch Zeit, mal ein bisschen durch das Schiff zu stromern und mit meinem Mikrofon arbeitenden Menschen ihre Seele rauben. Der 2. Ingenieur Torben, Elektroniker Armin und Lagerhalter Paul mussten dran glauben.

Die Fotos oben entstanden, als Steffi ihr kleines Kameraobjektiv getestet hat, denn sie durfte/konnte/wollte/musste die neuen Fotos der Crew machen.

Montag, 23. Januar 2017

64˚ 12.947 S, 47˚ 29.401 W

Der Tag beginnt mit dem Blick aus dem Bürofenster und manchmal kann die Aussicht echt einiges! Heute: ein unglaublich breiter, langer Eisberg, der sein eigenes Wetter mit sich herumzutragen scheint!




Da möchte man jetzt sein, schön in einer Sonnenliege, dick eingemummelt. Naja.

Ab späten Vormittag kommen wir alle zu gar nichts mehr. Pausenlos kommt über die Bordlautsprecher die Ansage: "Wale auf Steuerbord!" bzw. "Wale auf Backbord!". Das führt dazu, dass man ständig mit der Kamera im Anschlag auf die verschiedenen Decks rennt und meist genau die entscheidende Sekunde zu spät kommt. "Der war grad ganz dicht am Schiff!!!" Hm, schon klar.


Aber wenn man ein bisschen Geduld mitbringt, gibt's was zu sehen. Jede Menge Rücken, Flossen und Blas. Kann jetzt nicht einer von denen einen Salto über einen Eisberg machen? Und wenn nein, warum nicht?



Abgesehen von den Walen tummeln sich auch einige Sturmvögel ums Schiff herum. Dieses unscharfe Bild von einem von ihnen ist eines meiner Lieblingsfotos von der ganzen Reise.


Sonntag, 22. Januar 2017

64˚ 19.958' S, 46˚ 26.363' W

Sonntag ist einfach mal ein Arbeitstag, wie jeder Tag an Bord. Wir hatten die Vermutung, dass heute die Polartaufe sei, das hat sich aber als falsch rausgestellt. Somit war der Tag frei zum Arbeiten! Yay!

Wir sind wieder aus dem Eis raus und das Wetter ist latent unspektakulär. Jetzt ist es 23:00 und die Sonne kam tatsächlich nochmal hervor. Seufz...


Welch Kontrast zu gestern.

Samstag, 21. Januar 2017

68˚ 22.628' S, 44˚ 10.740 W

Heute gab es am Vormittag ein krasses Geräusch im Boden, das musste ich natürlich aufnehmen. Passiert.

Foto von Franz Schröter

Ich dachte schon, das wäre das Highlight des Tages, aber nein! Dann standen wir auf einmal im Eis und es kam tatsächlich mal wieder ein Pinguin! Hallo!


Und da hörte es noch nicht auf!!! Dann durften Steffi und ich mit dem Zodiac, also dem Schlauchboot, aus medialen Gründen rausfahren. Dafür muss man natürlich die Überlebensanzüge anziehen. Eingepackt in Neopren sieht man aus medialen Gründen so aus...

Foto von Sonja Endres

Dann ging es los, eine große Runde in der spiegelglatten Pfütze drehen!

Da hinten waren wir! Foto von Franz Schröter



Wo kam der denn jetzt her?

Die Angst, Steffi im Bild zu sein, selbst, wenn sie nicht dreht!
Foto von Franz Schröter
Toller Tag! Wenn doch nur die Sonne rausgekommen wäre! Was sie dann aber um 22:00 Uhr auch tat. Ach, Antarktis, ich werde dich vermissen! Also, wenn du so aussiehst!






Freitag, 20. Januar 2017

67˚ 16.163 S, 43˚ 58.181 W

Es gibt endlich wieder Gründe, raus zu gehen!!! Das Wetter ist nicht mehr ganz so neblig und vor allem: wir sind wieder im Eis. Mit den dazugehörigen Bergen und allem!


Die Freude ist groß genug für ein Eisberg-Selfie! Warum sieht die geheimnisvolle Person so aus? Hm, ein weiteres Detail aus dem geheimen Projekt:


Die Polartaufe nähert sich anscheinend mit Riesenschritten. Die bislang Ungetauften, unter denen ich natürlich auch bin, bekommen das u.a. durch an die Tür geklebte Zettel zu spüren. Auf denen werden sie von Neptun diverser Delikte bezichtigt. Hier meiner: 


Na, mal sehen, was das wird!